Prekäre Beschäftigungsverhältnisse von jungen Menschen haben in Europa in den letzten Jahren zugenommen. Auch junge Menschen mit Hoch- oder Fachhochschulabschluss sind vermehrt betroffen.
Um der Arbeitslosigkeit zu entgehen, sehen sich immer mehr Absolventen genötigt, prekäre Beschäftigungsverhältnisse einzugehen oder un- oder unterbezahlte Praktika anzunehmen, um auf diesem Weg den Einstieg in das Berufsleben zu schaffen. In mehreren Ländern der europäischen Union - nach derzeitigem Wissenstand besonders in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und auf der Ebene europäischer Institutionen - hat sich ein regelrechter „PraktikantInnen-Arbeitsmarkt“ herausgebildet.
Dieser zeichnet sich durch ein extrem hohes Qualifikationsniveau, flexibelste Arbeitszeiten, niedrige Sozialstandards und geringe bis keine Entlohnung aus.
Die Folge: Immer mehr reguläre Arbeitsstellen werden offensichtlich durch PraktikantInnen ersetzt. Da auf diesem „PraktikantInnen-Arbeitsmarkt“ gar kein oder nur ein sehr geringes Gehalt gezahlt wird, werden keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgeführt. Indem die Staaten zum Teil den Unterhalt der PraktikantInnen finanzieren, zahlen sie sogar noch drauf.
Gegen diesen Misstand wollen wir uns wehren. Darum rufen der Verein Fairwork, die französische Génération Précaire und die DGB-Jugend zum ersten europäischen PraktikantInnen-Aktionstag auf.
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wellenbrett - 10. Mrz, 01:34